Hans-Kaspar Schwyzer

  • Lohnt sich eine ganze Buchpublikation über diese doch recht eng gewählte Problemstellung? Das Expertenteam R.-P. Meyer, F. Moro, H.-K. Schwyzer und F. Hefti denkt JA: · Bei der Operationsindikation von frischen Claviculafrakturen sollten die Pseudarthrose-gefährdeten Frakturtypen evaluiert werden. · Die Osteosynthesetechnik bei der Sanierung von Clavicula-Pseudarthrosen hat durch die Anwendung von neuen Osteosynthesematerialien mit nahezu 100%igem Konsolidationserfolg wesentliche Fortschritte gemacht. · Reine Kirschnerdraht-Osteosynthesen, Hakenplatten, teils auch die endomodulären Titannägel haben "ausgedient" - weshalb ist in diesem Buch zu lesen. · Die beste Behandlung eine Clavicula-Pseudarthrose besteht darin, diese gar nicht erst entstehen zu lassen.

  • In diesem Buch präsentieren 38 renommierte Orthopäden 38 beeindruckende Langzeitverläufe in der operativen Orthopädie und Unfallchirurgie:
    · Das Nicht-Kennen-Wollen unserer Langzeitresultate ist wie das Verdrängen unseres eigenen beruflichen Werdeganges.· Aus der Langzeitdokumentation holen wir unsere Sicherheit, dem medizinisch-industriellen Komplex mit all seinen kurzlebigen technischen Neuerungen gegenüber kritisch zu sein.· Das Erarbeiten von Langzeitresultaten manifestiert die hohe Eigenverantwortung, die wir unseren Patienten gegenüber haben.Ein Plädoyer für mehr Engagement bei Archivierung und Analyse von Langzeitverläufen!

  • Das Einholen einer 2. ärztlichen Meinung zur Sicherung des Befundes bei Zweifeln und damit zur Sicherstellung der bestmglichen Behandlung des Patienten wird immer häufiger von Patienten selbst gewünscht oder von behandelnden Medizinern empfohlen. Einen Sinn hat eine ärztliche Zweitmeinung aber nur dann, wenn sie von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird. In "Die Zweitmeinung in der Schulterchirurgie - ein Muss" stellen Meyer, Moro, Schwyzer und Simmen 63 Fälle vor, in denen das Schulterteam der Schulthess Klinik Zürich um eine Zweitmeinung gebeten wurde. Jeder einzelne Fall ist spannend zu lesen und macht deutlich, wie wichtig das Einholen einer zweiten Meinung vor einer Operation für den Patienten sein kann.      

  • Unter missratener Chirurgie stellen die Autoren nicht nur Fälle vor, die eine operationstechnische Streuung aufweisen, wie diese ja immer wieder auftreten kann. Die hier präsentierten Verläufe sind zu krass in ihrer Fehlleistung, als dass sie einfach durchgewunken werden knnen. In mglichst objektiver Weise versuchen die Autoren, 50 Fälle von missratener Chirurgie zu analysieren nicht so sehr um Kritik anzubringen, sondern viel mehr um weiteres Missraten zu verhindern.

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